Dienstag, 17. April 2012

Taiwan Rückblick 2: Krankenhaus

Taiwan Rückblick Teil 2 widme ich dem Thema Gesundheit und Krankheit in Taiwan!
Während meines Auslandsjahrs musste ich zwei Mal ins Krankenhaus: das erste Mal wegen eines rausgebrochenen Stück Zahns, das zweite Mal wegen eines dicken Lymphknotens.


Als Eintrittskarte beim Arztbesuch sowie im Krankenhaus dient die sogenannte jianbaoka  健保卡, die vergleichbar mit unserer deutschen Krankenkarte ist.

Nein, ich bin nicht vom Jahrgang 76! ;D Die Zeitrechnung in Taiwan, folgt nach dem Minguo-Kalender, sie beginnt mit dem Jahr 1912, das Jahr der Gründung der Republik China. Mehr Infos hier.



                                              Besonders viele Informationen stehen nicht auf der Karte. Das wichtigste ist die Krankenversicherungsnummer, zudem ist das Geburtsdatum verzeichnet und der chinesische Name. (ohne Umschrift). Wer also längere Zeit auf Taiwan verbringen möchte, sollte sich also vorher gut Gedanken über seinen chinesischen Namen und die Wahl der enstprechenden Schriftzeichen machen. (der chinesische Name eines französischen Kommilitonen lautete fa-ke ^^; )

Meine allererste "Op" hatte ich in Taiwan. Mir wurde ein Lymphknoten entfernt, es bestand zwar kein akuter Verdacht auf etwas gefährliches, aber Kontrolle ist ja bekanntlich am besten. 
Angekommen im Krankenhaus bekommt man zunächst einen hübschen Op-Kittel. Dann gehts allerdings nicht sofort los, sondern man muss sich (nur mit Op-Outfit bekleidet) in so eine Art Warteraum setzen. Die Sitzgelegenheiten gleichen in etwa der einer Bahnhofswartehallte. Alle Köpfe sind zum Fernseher gerichtet und man wartet bis die eigene Nummer aufgerufen wird. 

Vor der Op
Hier eine Wartezimmer-Impression, aufgenommen von meinem Freund mit seiner Handy-Kamera.  

Im Op-Raum musste ich mich seitlich auf eine Liege betten. Mir wurde eine örtliche Betäubung in den Nacken gegeben und ich schätze mit einem Laser (es roch angebrannt) der Lymphknoten entfernt. 
Pflaster drauf und fertig! Schnell und vor allem billig. Für die Op musste ich lediglich 10 € zahlen.


Nach der Op            
 

Kommentare:

  1. Oh sehr interessanter BerichT!^^
    Ich hoffe, ich werde im Ausland niemals krank^^;
    Aber du hast Recht, das Bild in meinem Blog is schon gruselig, aber mir gefielen vor allm ihre Haare und ihre Haut XDD

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  2. Danke! ^^ Eigentlich bin ich Jemand, der ganz selten krank ist. Ausgerechnet in diesem Jahr bekam ich dann alles mögliche. Das Schlimmste war jedoch eine Wurzelbehandlung, die der Zahnarzt ohne mein Wissen begonnen hatte... Na ja, ein Gutes hatte die Sache, ich konnte am Ende des Jahres, alle möglichen medizinischen Ausdrücke auf chinesisch. (eingeschlossen der Vokabel Wurzelbehandlung) xD
    Gehts für dich denn bald nach Japan? Ich drück dir die Daumen, dass du schön gesund bleibst! ;D

    Haare und Haut, des Mädchens sind wirklich hübsch, aber diese Lippen! ha ha

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  3. "Dann gehts allerdings nicht sofort los, sondern man muss sich (nur mit Op-Outfit bekleidet) in so eine Art Warteraum setzen. Die Sitzgelegenheiten gleichen in etwa der einer Bahnhofswartehallte. Alle Köpfe sind zum Fernseher gerichtet und man wartet bis die eigene Nummer aufgerufen wird."

    Gelungene OP hin oder her: Mit einem einfachen Arztkittel bekleidet und - je nach schwere des anstehenden Eingriffs - schwankendem Nervositätsgrad wäre ich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die glücklichste Person in diesem Wartezimmer, zumal das Ganze einen seltsamen Beigeschmack von reiner Massenabfertigung hat (was vermutlich zutrifft und sich auch hierzulade nicht anders verhält, aber ich würde doch ungern derart offensichtlich darauf hingewiesen). Glücklicherweise jedoch verliefen ja deine Behandlungen zumindest weitestgehend unkompliziert, also mag man darüber hinweg sehen können.

    Nun aber folgt noch das, wenngleich obligatorische, doch von Herzen kommende Kompliment zum Schluss: Ausgesprochen fesch sehen Sie auf Ihrem Ausweis-Foto aus, junge Dame!

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  4. ha ha, das Foto ist gnadenlos retuschiert! ;D Ich habe meine Passbilder in Taiwan an der Uni machen lassen und der nette Herr hat ,egal ob Mann oder Frau vor der Linse, jeden extrem mit Photoshop bearbeitet. Nun ja, wieder etwas wo man keine Entscheidungsgewalt hatte, genauso wie bei meinem zwangverordneten Bob. xD

    Zum Thema Krankenhaus: Da hast du schon recht, etwas von Massenabfertigung hat das schon, nichts desto trotz habe ich mich immer in sicheren Händen gefühlt. (außer beim Zahnarzt, aber die leidvolle Geschichte kennst du ja bereits.)

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