Samstag, 17. November 2012

Impressionen Macao

Unser drei-Tage Kurzurlaub ist vorbei und wir befinden uns nun wieder auf der Insel.
Hier nun ein paar Bilder unserer Reise. 

门口土地财神 menkou tudi caishen 
So gut wie jedes Geschäft hat einen kleinen Opferschrein vor der Haustür. 



Was die Stadt charakterisiert, sind ihre starken Gegensätze. 
Auf der einen Seite gibt es die Altstadt, die durch ihre portugiesische Architektur besticht, und die sich mit typisch chinesischen Elementen mischt, auf der anderen Seite gibt es diese wahnsinnig großen Kasinos. 
Dort fließ t das groß e Geld, was jedoch gleichzeitig die Prostitution in der Stadt antreibt. 
In einigen Taxis findet man Plakate mit Notrufnummern, die man anrufen soll, wenn man Opfer von Menschenhandel ist, oder jemanden kennt, der davon betroffen ist. 



 

Kommentare:

  1. Unglaublich, wie diese pittoresken, kleinen Häuser westlicher Architektur neben riesigen, taghell beleuchteten Casinos koexistieren können. Das muss ein Kulturschock sondergleichen sein. Leben denn tatsächlich auch viele Menschen dort, oder ist Macao primär ein Touristenmagnet?

    Meine Liebe, ich versinke übrigens in Scham ob der Tatsache, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, den Brief an dich auf den Weg zu bringen. Ich hoffe, du verzeihst es mir, denn momentan gehe ich unter in Arbeit und Terminen und komme einfach nicht dazu, mich in Ruhe auf die Couch zu setzen, um einige Zeilen an dich zu verfassen. Sobald sich die Gelegenheit ergeben wird, werde ich das aber schnellstmöglich nachholen - das gelobe ich feierlich.

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    1. Das Zentrum der Altstadt ist natürlich ein riesiger Touristenmagnet, in Macao tummeln sich vor allem Touristen aus dem "Festland-China", die mit Souvenirtüten bepackt in Reisegruppen um die 40 Leute, alles schnell abpklappern, um schnell ein Foto von sich vor einem begehrten Motiv zu bekommen, um dann mit Sack und Pack schnell zur nächsten Sehenswürdigkeit zu eilen.
      Das Gute daran ist, dass man nach 5-10 minuten Fußweg weg aus dem Altstadtkern alle chinesischen Touristen hinter sich gelassen hat und Macaos alten Straßen mit seinen Mosaikböden und alten portugiesischen Gebäuden in Ruhe erkundschaften kann. Und dort findet man dann auch wieder die Bewohner Macaus. xD
      Da Glücksspiel im Festland-China verboten ist, besuchen die meisten Chinesen in erster Linie wegen der Kasinos Macau. Von den großen Kasinos fahren mehrmals die Stunde Shuttel-busse zur chinesischen Grenze.

      Um ehrlich zu sein, hinterlässt Macau auch nach dem 2. Mal eien faden Nachgeschmack bei mir.
      Ich finde es einfach wahnsinnig wie viele riesen Kasinos es dort gibt, die vollgestopft sind mit Automaten und sich in den Erdgeschössen dieser Megabauten ein Luxusgeschäft nach dem anderen reiht und die ganzen Chanels, Guccis, Louis Vittons usw. wie die Pilze aus dem Boden geschossen kommen, während draußen auf den leeren Straßen alte Frauen den vorbeigehenden Männern Flyer in die Hände drücken, auf denen leicht bekleidete Mädchen abgebildet sind.

      Liebe Nina, bloß kein Stress wegen der Post! ;D Ich freu mich total darüber, dass du meinen Aufenthalt hier verfolgst und so fleißig kommentierst und ich freu mich noch mehr darüber bald wieder zu Hause zu sein und mit dir in der selben Stadt zu leben, so dass man sich öfters auf einen Plausch treffen kann! :)

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    2. Marie, du bist ein Schatz! Und deine hier niedergeschriebenen Berichte verfolge ich mit großer Freude, zumal diese indirekte Teilhabe an deinem Alltag tatsächlich dazu führt, dass die Distanz zwischen uns geringer erscheint. Dennoch wird die Entstehung dieses Briefes nunmehr vehementer forciert, und sicher werde ich mich seiner bereits am kommenden Sonntag während eines vermutlich drögen Arbeitstages annehmen können.

      "Um ehrlich zu sein, hinterlässt Macau auch nach dem 2. Mal eien faden Nachgeschmack bei mir."

      Wenngleich ich dieses Gefühl nur eingeschränkt konkret bezugnehmend auf Oasen des Glücksspiels empfinden kann, da ich bisher keine solchen kennengelernt habe, ist der innere Zwiespalt im Angesicht ihrer nachvollziehbar. So schön die blinkenden Lichter auch sein und die riesigen Bauten imposant erscheinen mögen, ist derlei doch oft nicht mehr als eine glänzende Fassade, die Übles verbirgt. Sicherlich auch in Macao. So kann man sich nur glücklich schätzen, weder das eine noch das andere explizit zu unterstützen, sondern lediglich zu Gast zu sein - und dabei einen kritischen Blick auf das zu werfen, was man erlebt.

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  2. Wahhhnsinn!! Der Kontrast könnte nicht grösser sein! Kenne ich zwar auch von Tokyo! : ) Hammer diese Gebäude! Wie geht es dir eigentlich so? Hast du dich dort gut eingelebt?

    Ja ich freue mich schon auf die Schule in Japan! Nur muss ich vorher noch riesige Berge bezwingen, bis ich endlich da bin! QQ

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    1. In Macau wirkt dieser Gegensatz teilweise schon echt grotesk! xD
      Tokyo stelle ich mir hingegen viel harmonischer im Stadtbild vor, irgendwann muss ich auch mal dorthin! (vielleicht ja sogar bei einer Steppvisite, wenn du in zu Zukunft dort leben solltest ;D )

      "Nur muss ich vorher noch riesige Berge bezwingen, bis ich endlich da bin! QQ "

      Steter Tropfen höhlt den Stein! Es gibt eine chinesische Geschichte, in der ein alter Mann schafft einen ganzen Berg abzutragen, obwohl ihn am Anfang dieses Vorhabens alle nur belächelt haben. Wer mit so viel Fleiß und Geduld an die Sache rangeht wie du, wird am Ende auch belohnt! Da bin ich mir ganz sicher. :)

      Mir geht es soweit ganz gut, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich gerade zur Weihnachtszeit etwas Heimweh habe.
      Ich muss die nächste Zeit sehr viel arbeiten, weil demnächst zwei Lehrer für einen Monat in Deutschland sind und ich einiges vertreten muss. Aber wie heißt es so schön "Jede Minute ist bare Münze" und so spare ich ein Teil meines Gehaltes auf ein gemütliches Sofa vom Schweden, von dem der Mann und ich schon seit Monaten träumen, yeah~ :D

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